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Dienstag, den 17. Januar 2012 um 10:56 Uhr
+++ SG Gilsa/Jesberg/Wa. aktuell: Böth: "Wir wollen Meister werden" +++
Stefan Böth (Foto: Heinz Trollhagen).Gilsa (rmz) - In unserem Winterfahrplan 2011/12 stellen wir Ihnen heute die SG Gilsa/Jesberg/Waltersbrück vor. Dem Phrasenschwein zum Trotz: Sie legten los wie die Feuerwehr, bis zum 20. November absolvierte die SG ihr Programm in der Fußball-Gruppenliga ohne Niederlage. Zwölf Siege und vier Unentschieden verzeichnete die Ergebnisliste. Erst in den letzten drei Spielen im Jahr 2011 schien ihnen etwas die Puste auszugehen. Nur ein Heimpunkt gelang gegen den Tabellenletzten umrahmt von zwei Niederlagen.

Einen solch starken Auftritt der Truppe um Stefan Böth (Foto), Kai Wölk und Frank Schulz hatten viele Experten erwartet, allenthalben wurden sie vor der Spielzeit als Favorit genannt. Dem wurden sie auch gerecht, Prunkstück war die Abwehr, ganze 19 Mal musste Schlussmann Dennis Knauff, der alle 18 Spiele im Tor stand, das Spielgerät aus dem eigenen Kasten holen. Der Nächstbeste der Liga hat drei, der Folgende sogar acht Gegentreffer mehr! Die Offensive der SG steht dieser Leistung aber kaum nach, sie ist mit 43 Toren die Drittbeste in der Kreisoberliga. 29 Treffer gehen allein auf das Konto des Trios Dominik Pretz (12), Steffen Klitsch (9) und Andre Husse (8).

Angesichts dieser Ergebnisse ist es unvermeidlich, die Frage nach den Zukunftsaussichten zu stellen. Hessensport24 hat dies im Gespräch mit Stefan Böth getan.


HS24: Sind Sie mit dem Saisonverlauf zufrieden?

Böth: Wir sind sehr zufrieden, da wir mit einem so positiven Saisonverlauf vor der Serie nicht gerechnet haben.


HS24: Was war in der Hinserie positiv bei Ihrer Mannschaft und was hat Ihnen weniger gefallen?

Böth: Positiv: Die konstant guten Leistungen über die gesamte Hinserie, obwohl mehrere Leistungsträger praktisch komplett verletzt gefehlt haben. Außerdem die sehr gute Trainingsbeteiligung, welche die Grundlage für den Erfolg darstellt.

Negativ: Mangelnde Disziplin, die zu unnötigen Platzverweisen geführt hat.


HS24: Welcher Spieler Ihrer Mannschaft gehört zu den positiven Überraschungen der Vorrunde?

Böth: Kein einzelner Spieler, sondern die Art und Weise, wie das Team als Einheit zusammen gewachsen ist, sehe ich als die positive Entwicklung der Saison.


HS24: Gibt es in der Winterpause Neuzugänge oder verlassen Spieler den Verein?

Böth: Nein


HS24: Welcher Spieler der Reserve hat das Potenzial in der ,,Ersten" zu spielen?

Böth: Es gibt einige, vor allem junge Spieler, die bereits Einsätze in der Gruppenliga hatten. Wir bemühen uns, hier auch immer wieder mal andere Spieler im Aufgebot der „Ersten" zu berücksichtigen.


HS24: Wie bewerten Sie den Rückrundenauftakt?

Böth: Wir spielen gegen Uttershausen/Lendorf und in Lohre/Niedervorschütz und haben außerdem noch das Nachholspiel gegen Gensungen/Felsberg – allesamt Derbys. Für mich ist entscheidend, dass wir genau wie in den beiden letzten Jahren eine konzentrierte Vorbereitung absolvieren, um dann zum Rückrundenstart topfit zu sein. Dann ist es letztlich egal, gegen wen wir wann spielen.


HS24: Wer wird Meister und wo landet Ihr Verein?

Böth: Wir wollen Meister werden.


HS24: Haben Sie Ihren Vertrag bereits verlängert?

Böth: Ich habe keinen Vertrag.


HS24: Welches Ereignis außerhalb des Sports hat Sie 2011 am meisten bewegt?

Böth: Die Katastrophe in Fukushima. Sie zeigt wieder einmal, dass die Atomkraft nicht vollständig beherrschbar ist und auch künftige Generationen noch von den Auswirkungen betroffen sein werden.


HS24: Welche Regel gehört im Fußball unbedingt abgeschafft oder geändert?

Böth: Die Entscheidung Rote Karte oder Gelb-Rote Karte: Oft wird ein Spieler mit „Rot" bestraft und dann gegebenenfalls für zwei oder vier Spiele gesperrt, weil er im Spielverlauf noch keine Gelbe Karte bekommen hat. Bereits mit „Gelb" verwarnt ziehen viele Schiedsrichter in derselben Situation nur „Gelb-Rot".


HS24: Wer wird Deutscher Meister und für wen schlägt Ihr Herz in der Bundesliga?

Böth: FC Bayern München.


HS24: Nächstes Jahr ist die EM in Polen und der Ukraine. Was trauen Sie dem deutschen Team zu und wer sind Ihre Favoriten?

Böth: Unsere Mannschaft kann Europameister werden, da Sie das spielerische und taktische Potenzial dazu hat. Nach dieser tadellosen Qualifikation dürfen die Spieler jedoch nicht denken, dass es von allein geht. Favorit ist Spanien und natürlich ist immer mit Italien, Frankreich und England zu rechnen.


HS24 sagt Danke für das Gespräch und wünscht Ihnen und der SG Gilsa/Jesberg/Waltersbrück alles Gute für 2012!

 
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