| Donnerstag, den 02. September 2010 um 11:03 Uhr |
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+++ Fußball-Regionalliga: Dickhaut sah Leistungssteigerung beim 3:2 +++
Kassel (asr) - Die Vorfreude auf das Derby war groß und keiner der 6000 Zuschauer hat den gestrigen Besuch im Auestadion bereut. Das Spiel des KSV Hessen Kassel gegen die Amateure der Frankfurter Eintracht hatte alles, was man einem Nachbarschaftsduell im Flutlicht erwartet. Spannung, Kampf, Leidenschaft, Rote Karten und natürlich viele Tore. Am Ende des ereignisreichen Spiels ging der KSV durch Tore von Enrico Geade und Andreas Mayer als 3:2 (1:1)-Sieger vom Platz und behauptete die Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga.
Das Spiel begann gleich mit einem Paukenschlag. Die kleine Eintracht, die mit den Profis Marcel Heller und Marcel Titsch-Rivero unterstützt wurden, ging schon in der zweiten Minute nach einem Heller Pass durch Marcos Alvarez in Führung. Die circa 250 Eintracht-Fans waren aus dem Häuschen und mal wieder musste der KSV einem Rückstand hinterher laufen. Doch das sind die Löwen ja mittlerweile gewöhnt, daher spielten sie trotz Rückstand mutig nach vorne. Schon in der 14. Minute wurden die Nordhessen belohnt. Nach Ecke von Andreas Mayer erzielte Enrico Geade per Kopf den Ausgleich. Jetzt war es ein rassiges Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten. Zwei Mal musste Eintracht Keeper Andreas Rössl in höchster Not vor Weigelt und Bauer retten. Aber auch Morten Jensen im Kassel Tor wurde nicht langweilig und musste des für seine Abwehr klären. Mit eins zu eins schickte Schiedsrichter Christian Dietz aus Kronach die Teams in die Halbzeitpause. Nach dem Anpfiff wurden die Löwen dominanter und das aufgeheizte Publikum sorgte für Zweitligastimmung im Auestadion. Ausgerechnet Eintracht Profi Marcel Heller ist, nach einem Scharmützel mit Mayer, der Buhmann im weiten Rund. Jede seiner Aktionen wurde mit einem gellenden Pfeifkonzert begleitet. Das Spiel war dann von viel Kampf und Einsatz geprägt und besonders der agile Rene Ochs, zeigte auf der rechten Außenbahn, eine ansprechende Leistung. In der 75. Minute entschied Schiedsrichter Dietz, nach Foul an Bauer, auf Elfmeter. Strafstöße werden in dieser Saison von Andreas Mayer getreten und auch heute verwandelte er sicher zum 2:1. Jubel auf den Rängen, doch der währte nur kurz. Schon drei Minuten später konnte Cenk Tosun zum zwei zu zwei ausgleichen. Nun waren die SGE Fans am Drücker, aber auch ihr Jubel hielt nicht lange an. Denn wieder nur drei Minuten nach dem Ausgleich gab es erneut Strafstoß für den KSV. Foul an Tobias Damm und wieder verwandelte Mayer sicher zur erneuten Führung. Wieder begann das große Zittern, doch diesmal hielt die Führung bis zum Ende und die Gelb-Rote Karte gegen SGE Spieler Tosun hatte nur noch statistischen Wert. Erleichterung und großer Jubel herrschte nach dem Schlusspfiff im Stadion und die Spieler feierten ausgiebig mit den 6000 Zuschauern die Wichtigen drei Punkte. Damit konnten die Löwen ihre Spitzenposition in der Regionalliga Süd ausbauen. Direkt nach Abpfiff stand ein erleichterter und abgekämpfter Rene Ochs für Hessensport24 zum Gespräch bereit. „Das war für die Zuschauer natürlich ein schönes Spiel, was aber auch an den mitspielenden Frankfurtern lag. Das wir derzeit immer in Rückstand gehen müssen wir unbedingt abschalten, denn immer wird das nicht gut gehen. Jetzt konzentrieren wir uns auf das Spiel gegen den FSV Frankfurt II. Die werden sicherlich mit Verstärkung der Profis auflaufen, doch wir wollen mit unseren Fans auch dort gewinnen." In der anschließenden Pressekonferenz haderte SGE-Trainer Oscar Corrochano sichtlich mit dem Schiedsrichter: „Wir sind gut ins Spiel gestartet und hätten auch das zweite Tor nachlegen können. Uns war klar, dass der KSV besonders bei Standards gefährlich ist, doch der erste Elfer war ein Witz. Trotzdem muss ich meinem Team ein Lob, für die Leistung beim diesem starken Aufstiegsanwärter, aussprechen." Ex-Eintracht-Spieler und KSV-Trainer Mirko Dickhaut gab sich zurückhaltend: „Die Fans haben ein gutes Spiel gesehen und eine klare Leistungssteigerung gegenüber den letzten Spielen. Mit dem frühen Gegentor haben wir nicht gerechnet doch derzeit erzwingen wir das Glück einfach, wie man bei den Elfmetersituationen sieht." KSV: Jensen, Heussner, Grembowietz, Neunaber, Weigelt, Geade, Mayer, Asaeda (61. Matys), Ochs, Damm (90. Pokar), Bauer (84. Koitka) Eintracht: Rössl, Jung, Kraus, Chaftar, Titsch-Rivero, Alvarez (46. Wolfert), Tosun, Hassler, Vural, Mehring, Heller Schiedrichter: Dietz (Kronach) Zuschauer: 6000 Tore: 0:1 Marcos Alvarez (2.), 1:1 Enrico Gaede (14.), 2:1 und 3:2 Andreas Mayer (76./FE, 81./FE), 2:2 Cenk Tosun (78.). Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Cenk Tosun (90./SGE). |
