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+++ Fußball-Regionalliga: Löwen stillen Torhunger beim 5:1-Sieg +++
Kassel (asr) - Der KSV Hessen Kassel ist mit einem Erfolg aus der Winterpause gekommen. Die Löwen bezwangen im Spiel der Fußball-Regionalliga die SpVgg Greuther Fürth II mit 5:1 (2:1). Enrico Gaede (1.) und Kevin Wölk (21.) brachten die Nordhessen in Führung. Sebastian Ghasemi-Nobakht traf zwischenzeitlich für den Gast (29.). Markus Unger (Foto/47., 60.) und Thorsten Bauer (70.) stellten den 5:1-Endstand her.
Die Löwen legten los wie die Feuerwehr und kamen bereits nach 32 Sekunden zum Führungstreffer. Nach einer Wölk-Flanke sorgte Enrico Gaede per Flugkopfball für das 1:0 des KSV. In der 18. Minute legten die Nordhessen durch einen Freistoßtreffer von Wölk in den Winkel nach. Dann startete die kurze Gegenwehr-Phase der Gäste. Dies wurde auch umgehend durch einen schönen Freistoßtreffer von Sebastian Ghasemi-Nobakht in der 28. Minute belohnt. Kassels Tormann Tobias Wolf hatte in seinem ersten Pflichtspiel keine Abwehrchance. Mit dem 2:1 ging es dann auch in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel fiel ein frühes Tor. Markus Unger schob nach einem Sahne-Pass von Thorsten Bauer in der 49. Minute zum 3:1 ein. Unger hatte nun Blut geleckt und nickte eine Gundelach-Flanke zum 4:1 ein (60. Minute). Nun fehlte eigentlich nur noch einer. Der Kassler Fußballgott hatte noch nicht getroffen. Bis zur 70. Minute mussten sich die 2.100 Zuschauer gedulden, um ein Tor von Bauer zu bejubeln. Einen Abpraller verwertete er souverän mit dem Kopf. Die Fans waren begeistert und stimmten sich schon mal auf das anstehende Pokalderby gegen den SV Darmstadt 98 ein. Mit dieser Leistung sollte ein Sieg durchaus machbar sein.
                          
Nach dem Spiel sagte Wolf zu dem Spiel und zu seinem ersten Heimspiel für die Nordhessen: „ Ein Spiel und drei Punkte sind schon in Ordnung, aber natürlich ärgert mich das Gegentor. Es war ein guter Start in das Jahr und so kann es weiter gehen.“ Zu seiner Perspektive als Stammtorhüter sagte er: „Ich bin noch jung, aber jeder will so schnell wie möglich einen Stammplatz haben und das gilt auch für mich.“ Zur Belohnung der guten Leistung durfte Wolf vor der Fankurve die HUMBA anstimmen.
Auch Torschütze Wölk war zufrieden. „Ein gutes Spiel und nun konzentrieren wir uns auf den Pokal. Da zählt nur ein Sieg für uns. Die zusätzlichen Einnahmen durch ein Weiterkommen sind natürlich auch wichtig für den Verein.“
Bauer freut sich schon auf das Derby: „Es ist beeindrucken, wie wir nach der sehr langen Winterpause losgelegt haben. Jetzt müssen wir eine Serie starten und oben angreifen. Jetzt werden wir uns intensiv auf den Pokal vorbereiten. Wir wollen das Spiel gewinnen und dann endlich mal wieder in das Finale einziehen. Ich kann mich nicht mehr an die letzte Finalteilnahme mit dem KSV erinnern, aber dass soll sich nun ändern.“ Auf die Frage nach einem Motto für das anstehende Derby sagte er schmunzelnd: „Das Motto was ich im Kopf habe darf ich leider nicht laut sagen, sonst gibt es Ärger.“
Bei der anschließenden Pressekonferenz musste Gästetrainer Frank Kramer die Kasseler Überlegenheit neidlos anerkennen. „Der KSV war in allen Belangen überlegen. Ich hab erwartet, dass die Kasseler Spieler nach der langen Pause heiß auf die Partie sind, nur so hab ich das nicht erwartet.“
Mirko Dickhaut war auch zufrieden: „Klar hofft man in jedem Spiel auf einen Blitzstart, aber erwarten kann man das nicht. Die Jungs haben schon die ganze Woche gebrannt und dies auch dem Platz gezeigt. Nach dem Anschlusstreffer mussten wir kurz um die Ordnung kämpfen, doch das 3:1 hat uns wieder in die Spur gebracht.“ Auch zum neuen Torwart-Thema gab er sein Statement ab: „Ich hab dem Tobias Wolf gesagt, dass er das Spiel genießen soll und das hat er mit dem guten Spiel wohl auch gemacht. Doch eine Torwartdebatte will ich nicht haben. Dennis Lamczyk soll erst mal gesund werden und für die anstehenden Aufgaben werden wir zwei starke Keeper brauchen."
KSV Hessen Kassel: Tobias Wolf - Sebastian Gundelach, Mentor Latifi, Marcel Stadel, Stefan Markolf - Enrico Gaede, Markus Unger (73. Harez Habib), Dennis Tornieporth (66. Danijel Gataric) Kevin Wölk, René Ochs - Thorsten Bauer (71. Thomas Brechler).
SpVgg Greuter Fürth II: Jasmin Fejzic - Florian Bauer, Fabian Baumgärtel, Stefan Wiechers, Dani Schahin - Sebastian Ghasemi-Nobakht - Marius Strangl, (73. Michael Mayr), Christoph Herl, Ronny Philp (47. Florian Pickel), Yannick Kakoko - Jim-Patrick Müller (61. Martin Sautner).
Tore: 1:0 Enrico Gaede (1.), 2:0 Kevin Wölk (21.), 2:1 Sebastian Ghasemi-Nobakht (29.), 3:1 Markus Unger (47.), 4:1 Markus Unger (60.), 5:1 Thorsten Bauer (70.).
Schiedsrichter: Jablonski (Bremen).
Zuschauer: 2.100
von Andrèe Smietana.
Fotos: Christian Kalb
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