Mardorf (red) - Einen ungefährdeten 4:0 (2:0)-Heimerfolg konnte der TSV Mardorf gegen das Schlusslicht der Frauenfußball-Gruppenliga SVW Ahnatal einfahren. Der Weg dahin grenzte aber teilweise an Folter. Wo man letzte Woche bei der 2:4-Niederlage in Mariendorf noch tollen Fußball zeigte, so war es diesmal ausschließlich Krampf.
Von der ersten Sekunde an spielte man fast nur Standfußball ohne jegliches Tempo. Der erste gescheite Angriff erfolgte erst in der 18. Minute, als Monika Fabian knapp am Tor vorbeizielte. Vier Minuten später konnte man das 1:0 bejubeln. Stefanie Roth "klaute" ihrer Gegenspielerin den Ball und bediente per Rückpass Fabian, die aus kurzer Distanz einschieben konnte (22.). Jasmin Neidel erhöhte 100 Sekunden später mit einem platzierten 18-Meter-Schuss auf 2:0 (24.). Das war es dann aber auch mit der TSV-Herrlichkeit. Ahnatal kämpfte verbissen um jeden Ball und bekam Oberwasser. In der Offensive war der Gast aber harmlos und so musste eine Unachtsamkeit von Petra Hofmann herhalten, damit sie die einzige Torchance der Partie bekamen. Die Kugel strich aber weit über den Kasten (39.).
Nach einer deutlichen Ansprache durch das Trainergespann in der Halbzeit hoffte man auf Besserung, aber es blieb bei der Hoffnung. Denn die zweite Halbzeit verlief wie die erste. Gegen kämpfende, aber durchschlagsschwache Gäste machte man beinahe alles falsch in der gegnerischen Hälfte, was nur geht. Statt schnell und flach zu spielen, wurde fast jeder Ball planlos nach vorne gespielt. Trotzdem sollte es noch zu zwei weiteren Toren reichen. In der 80. Minute schickte Janina Gastorf Roth auf Reisen und die TSV-Torjägerin vollendete zum 3:0. Fünf Minuten später schlenzte Neidel einen Freistoß vom linken Strafraumeck zum Endstand von 4:0 in die Maschen.
Das war es dann auch ... "Einzig das Ergebnis stimmte nach diesem Spiel. Das andere in den 90 Minuten war einfach nur grausam und hatte mit Fußball nicht viel zu tun. Zum Glück sahen das meine Spielerinnen hinterher genauso. Wir nehmen die drei Punkte mit und decken am besten den Mantel des Schweigens über den Rest", zeigte sich Trainer Kunz nach der Partie sichtlich verwundert über die Leistung seines Teams.
TSV: Sandra Biele - Petra Hofmann - Kerstin Gerlach, Julia Krug (57. Barbara Kraus) - Andrea Weißing, Lena Otto, Jasmin Neidel, Pia Butterweck, Monika Fabian (31. Jennifer Schnaudt) - Stefanie Roth, Janina Gastorf. Nicht zum Einsatz kam Jasmin Langlotz (2.TW).
Tore: 1:0 Monika Fabian (22.), 2:0 Jasmin Neidel (24.), 3:0 Stefanie Roth (80.), 4:0 Jasmin Neidel (85.).