| Freitag, den 16. September 2011 um 10:57 Uhr |
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+++ 3. Handball-Liga Ost: Duell alter Bekannter in Münster +++
Münster (red) - In der 3. Liga Ost treffen am morgigen Samstag um 18 Uhr die Handballer der TSG Münster und die der HSG Gensungen/Felsberg aufeinander.
Die Edertaler und die TSG Münster kennen sich bestens. Mit dem Drittliganeuling hat man sich in vergangenen Zweitligazeiten häufig duelliert. Zuletzt trafen beide im DHB-Pokal aufeinander. Hier behielten die Edertaler nach umkämpften sechzig Minuten die Oberhand, doch spielte Münster damals noch unter dem Namen HSG FrankfurtRheinMain. Doch seitdem hat sich viel getan. Münster ist wieder Münster – und hat einen radikalen personellen Umbruch zu bewältigen. Von den einstigen Leistungsträgern, hier seien nur Österreichs Nationaltorwart Thorsten Bauer oder der ehemalige deutsche Nationalspieler Steffen Weber erwähnt, spielt keiner mehr in Münster. Lediglich der Trainer ist der gleiche. Konrad Bansa, als einstiger Torhüter der TSG selbst noch aktiv an einigen Duellen mit den Edertalern beteiligt, stellt eine Konstante da. Schon seit der E-Jugend hält er der TSG die Treue. Für diese Saison steht ihm eine junge und hungrige Mannschaft zur Seite, auch wenn ihre Akteure gänzlich unbekannt scheinen. Dennoch hat die Mannschaft bereits auf sich aufmerksam gemacht. Am ersten Spieltag besiegte man in heimischer Halle den Zweitligaabsteiger HC Aschersleben mit 36:33, musste sich im folgenden Hessenderby der HSG Pohlheim aber mit 31:29 geschlagen geben. Hervorgetan hat sich in diesen Begegnungen vor allem Rechtsaußen Jan Wicklein, der in den ersten beiden Partien insgesamt 22 Treffer erzielte. Ansonsten steht eine recht unbekannte Mannschaft auf dem Parkett, lediglich der vom DHC Rheinland zurückgekehrte Daniel Wernig dürfte einigen Handballfans noch ein Begriff sein. Eine klare Zielrichtung gibt Bansa nicht vor: „Noch ist es völlig offen, wo die Reise hingeht." Seine Mannschaft soll sich erst einmal in der neuen Spielklasse etablieren. Dazu stehen ihm fast alle Akteure zur Verfügung, nur der Einsatz von Rückraumspieler Max Kraushaar nach langer Verletzungspause ist fraglich. Akuter sind hingegen die Verletzungssorgen der Edertaler. Schon gegen Bad Neustadt hat sich der schmale Kader bemerkbar gemacht. Das Remis gegen die Obinger-Sieben war weitestgehend der angespannten Personallage geschuldet. Gegen Münster hat sich die Situation für Dragos Negovan nicht verändert. Neben Schanze (gesperrt) werden erneut Hütt und Vogel verletzungsbedingt fehlen. Spielmacher Philipp Julius wird daher wohl wieder auf die linke Rückraumposition wechseln, als Regisseur wird Linksaußen Untermann fungieren, wie dies schon gegen Bad Neustadt der Fall war. Allerdings ist die Durchschlagskraft des Rückraums damit maßgeblich eingeschränkt. Untermann hat bereits gezeigt, dass er zu exzellenten Kreisanspielen in der Lage ist, doch aus dem Rückraum fehlt dem gelernten Linksaußen noch die Torgefährlichkeit. Für ihn wird der quirlige Bärthel auf die Linksaußenposition rücken. Viel wird auch von der Form Steffen Obers abhängen. Gegen Bad Neustadt machte der Linkshänder bereits deutlich, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Des Weiteren hoffen Wiegräfe, Bauer und Rohde auf ihre Chance. Die Favoritenrolle hat Münster zunächst den Edertalern zugeschrieben. „Das ist eine andere Hausnummer als der HC Aschersleben zum Saisonauftakt" erklärt der sportliche Leiter Thorsten Wolf. Dennoch dürfte die HSG in der Ferne und unter Berücksichtigung der angespannten Personallage alles andere als ein Favorit sein. Dennoch sei darauf verwiesen, dass man mit großen Einsatz und Leidenschaft Berge versetzten kann.Ganz chancenlos ist die HSG trotz Verletzungssorgen nicht. Quelle: Marcel Glaser (HSG Gensungen/Felsberg) |







