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Sonntag, den 06. Dezember 2009 um 11:52 Uhr

+++ HSG Gensungen/F. II aktuell: Pokalschreck schlägt erneut zu +++

Felsberg (red) - In der dritten Runde des Handball-Bezirkpokals traf die Regionalligareserve der HSG Gensungen/Felsberg am Samstagnachmittag auf den Oberligisten aus Hersfeld. Mit dem TV Hersfeld reiste auch ein alter Bekannter ins Edertal, nämlich Kai Hüter, der in der 2. Bundesliga das Tor der Gensunger hütete. Am Ende behielt die HSG mit 32:28 (17:15) die Oberhand und zog in die nächste Runde ein.

Der vom Verletzungspech arg gebeutelte Oberligist aus Hersfeld hatte zu Beginn des Spiels Anwurf, geriet aber durch einen Ballgewinn von Florian Kusiek und seinem folgenden Tor bereits mit 1:0 in Rückstand.  Im nächsten Positionsangriff des TV konnte sich Florian Puntschuh im Tor der HSG das erste Mal auszeichnen, als er einen freien Wurf vom Kreis entschärfte. Die Edertaler machten es besser und verwandelten sicher zum 2:0. Ein Start nach Maß für den Außenseiter in diesem Pokalspiel. Doch die Antwort des Oberligisten ließ nicht lange auf sich warten und nach vier Minuten glich Daniel Holl zum 2:2 aus. Doch die Umbach-Schützlinge ließen sich davon nicht beeindrucken. Im Gegenteil, gestützt auf einen starken Torhüter Puntschuh und einer konsequenten Chancenausnutzung im Angriff setzte sich die Regionalliga-Reserve bis zur 13. Spielminute mit 8:5 ab. In der 17. Spielminute markierte Eugen Gisbrecht von der halbrechten Position das 11:9. Als Max Ziske in der 24. Minute das 16:11 markierte, roch es erstmals nach einer Überraschung. Doch zu früh gefreut, denn der TVH schien nun aufgewacht zu sein und verkürzte bis zur Pause auf 17:15. Diese verdiente Pausenführung versprach viel für die zweite Hälfte und machte einmal mehr deutlich, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat.

In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit taten sich beide Mannschaften zunächst schwer und es dauerte bis zur 35. Minuten ehe sich die Hausherren wieder mit drei Toren absetzen konnte. In der Abwehr kassierte die HSG innerhalb von zwei Angriffen des Gastes zwei Zeitstrafen und man musste erneut befürchten, dass es zu einem Bruch im Spiel des Gastgebers kommen würde. Aber auch diese Einladung konnte der Oberligist aus Hersfeld nicht nutzen und in der 39. Minute führte weiterhin der Bezirksoberligist aus dem Edertal mit drei Toren. Beim Spielstand von 22:19 für die Heimsieben bekamen die Festspielstädter einen Strafwurf zugesprochen. Zu diesem fälligen Siebenmeter wurde Michael Augustin, ein Torhüter mit großer Vergangenheit, eingewechselt.  Der Wechsel im Tor machte sich bezahlt, denn der Strafwurf wurde gehalten und im Gegenstoß das 23:19 markiert.

Auf das 24:20 durch  Ziske reagierte nun auch der Gegner und wechselte Kai Hüter ein. Anscheinend hatte Hersfeld bis dahin die HSG unterschätzt, denn nun wurde das Spiel der Gäste deutlich schneller. Es war immer wieder der Torhüter der jetzt das Spiel der Gäste schnell machte. Als die Gäste auf zwei Tore verkürzten, hatte sich der Wechsel im Tor bereits bezahlt gemacht. Aber auch diese Druckphase verkraftete die HSG schadlos und setzte sich in Unterzahl auf 27:22 nach 46 gespielten Minuten ab. Im Positionsangriff der Hersfelder handelte sich Hannes Heerdt aber seine dritte Zeitstrafe ein und die doppelte Überzahl wurde von den Gästen genutzt, um auf 28:25 zu verkürzen. Bei noch zehn Minuten zu spielen machte sich eine gewisse Nervosität auf Seiten der HSG breit. Aber vor allem Kevin Schleider behielt die Ruhe und erzielte mit einem seiner vier Treffer in Halbzeit zwei das 29:25. Als Gisbrecht per 7 Meter das 30:27 erzielte und kurz darauf Schleider das 31:27 markierte war die Partie entschieden. Das letzte Tor erzielten zwar noch die Gäste, so dass am Ende ein 32:28 auf der Anzeigetafel aufleuchtete.

Die Sensation war geschafft, der Pokalschreck aus dem Edertal hatte wieder zugeschlagen. Nach dem Landesligisten aus Ost-Mosheim bekam nun auch der Oberligist aus Hersfeld diese Pokalstärke zu spüren. Dass dieser Sieg hochverdient ist, zeigt auch der Spielfilm der Partie, denn in diesem zeigt sich, dass die Gäste kein einziges Mal selbst führen konnten. Ein besonderes Lob gebührt dem Torhütergespann Puntschuh, der mit 13 Paraden ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft war und außerdem Augustin, der kurzfristig zur Verfügung stand und alle  seiner Bälle gehalten hat.


HSG Gensungen/Felsberg II: Florian Puntschuh (13 Paraden, 1 gehaltener 7m); Michael Augustin (1 Parade, 2 gehaltene 7m); Philipp Kamm, Florian Kusiek 8/1; Eugen Gisbrecht 7/1; Max Ziske 5; Kevin Schleider 4; Hannes Heerdt 2; Arne Heyne 2; Alexander Herbig 2; Max Vaupel 1; Philip Brandt; Daniel Wolf, Stefan Arbert.





Quelle: Pressestelle HSG Gensungen/Felsberg.
 
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