| Freitag, den 15. Januar 2010 um 11:10 Uhr |
|
+++ Handball-Regionalliga: HSG erwartet Pohlheim in der "Hölle-Nord" +++ Gensungen (red) - Im Gegensatz zur ersten und zweiten Handball-Bundesliga, wo der Spielbetrieb wegen der Europameisterschaft in Österreich noch bis Anfang Februar ruht, geht es in den Regionalligen ohne lange Pause weiter. Nachdem die Hinrunde mit dem Spieltag am Wochenende vor Weihnachten abgeschlossen wurde, geht es ab sofort in die Rückspiele. Und da macht mit der HSG Pohlheim eine ausgesprochen unangenehm zu spielende Mannschaft ihre Aufwartung in der Gensunger „Hölle Nord“. Anwurf der Partie zwischen der heimischen HSG Gensungen/Felsberg und der Pohlheim ist am Samstag um 19.30 Uhr.
Das Team von Interimstrainer Horst-Günter Schmandt ist bis zur Saisonhalbzeit weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Statt nach dem sechsten Rang der Vorsaison auf das schnelle Spiel nach vorn aufzubauen und in der erweiterten Spitze sicher einen Platz in der neuen dritten Liga anzupeilen, hinkt Pohlheim diesem Ziel immer noch mächtig hinterher. Nach zwölf Partien hatten die Mittelhessen lediglich vier Siege zu Buche stehen. Vier Niederlagen in Folge, davon zuletzt ein desaströses 20:32 bei Eintracht Baunatal, kosteten Trainer Marius Naidin den Job. Dem Mann, der in der vergangenen Saison lange Zeit wegen seiner schweren Erkrankung ausgefallen war und erst zum Start dieser Spielzeit auf die Bank zurückgekehrt war.
An seine Stelle trat Schmandt, eigentlich der erste Vorsitzende des Tabellenzehnten. Er hatte diese Aufgabe auch während der krankheitsbedingten Auszeit Naidins im letzten Jahr schon übernommen. Durchaus erfolgreich, wie man am erreichten sechsten Abschlussrang unschwer erkennen konnte. Der Tiefpunkt war einen Tag nach Naidins Abschied erreicht. Die HSG Pohlheim unterlag im SWG-Pokalspiel beim Landesligisten HSG Wettenberg sang- und klanglos mit 21:25 und musste sich als klassenhöchster Club in diesem Wettbewerb früh verabschieden. Anschließend war für Schmandt Aufbauarbeit angesagt. Am Ergebnis gegen Spitzenreiter Groß-Umstadt (24:29) noch nicht erkennbar, doch spielerisch klar verbessert, fing sich die HSG zum Ende der Hinrunde. Vor allem in der Vorwärtsbewegung war wieder viel mehr Zug. Zwei deutliche Siege mit 38 Toren gegen Apolda und 37 in Bad Blankenburg sprechen eine deutliche Sprache, auch wenn die Gegner im unteren Tabellenviertel rangieren.
Trotzdem ist die Frage nach dem Favoriten der morgigen Begegnung vermeintlich einfach zu beantworten. Denn nur Spitzenreiter Groß-Umstadt und der damals noch mit einer Startruppe auflaufende SVH Kassel konnten bisher in der Kreissporthalle punkten. Mit dem dritten Platz liegen Stahl, Göbel, Viehmann und Co. voll im Plan, was die Qualifikation für die dritte Liga betrifft. Und auch die aktuell gültige Serie von 15:3 Punkten lässt eigentlich nur wenig Raum für Spekulationen gegen den Tabellenzehnten.
Für die Edertaler ist es bereits der zweite Pflichtspieltermin des noch jungen Jahres. Am vergangenen Wochenende stand das Bezirkspokal-Halbfinale gegen die eigene Reserve auf dem Programm. Das Resultat war am Ende standesgemäß: 43:24 für die Regionalligamannschaft. Was die Hoffnung aufrechterhält, nächstes Jahr doch einmal wieder in den DHB-Pokal einzuziehen.
Quelle: Pressestelle HSG Gensungen/Felsberg.
|







