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+++ Leichtathletik: Silber und Bronze für Hohmann und Stang +++
Frankfurt (red) - Nur einen Tag nach ihrem grandiosen 1.000-Meter-Lauf bei den Landes-Hallenmeisterschaften der Schüler in Hanau, wo sich Robin Hohmann mit 2:46,71 Minuten die Silbermedaille holte und Tobias Stang für seine neue Bestzeit von 2:52,27 Minuten mit der Bronzemedaille ausgezeichnet wurde, starteten die beiden Melsunger auch erfolgreich bei den Landes-Hallenmehrkampfmeisterschaften des Hessischen Turnverbandes in Frankfurt.
Aber so sehr sich die beiden Melsunger Mehrkämpfer und die übrige Konkurrenz wehrten, Andreas Nimmerfroh aus Glauberg bei Gießen war an diesem Nachmittag im Dreikampf der Schüler A nicht zu bezwingen. Er lag am Ende 49 Punkte vor Hohmann (1.515 Punkte). Stang, der im Kugelstoßen noch nicht die großen Weiten erzielen konnte, kam als Dritter auf 1.418 Punkte. Vielleicht wäre alles anders gekommen, hätten die beiden Melsunger Schüler nicht ihren 1.000-Meter-Lauf vom Vortag noch in den Beinen gespürt. Denn der Glauberger verzichtete auf die Einzelmeisterschaften des Hessischen Leichtathletik-Verbandes und trat ausgeruht zur Vielseitigkeitsprüfung des Hessischen Turnverbandes an.
Im einleitenden Weitsprung überzeugte Stang, der bereits als Nordhessenmeister im Dreisprung auf seine Sprungqualitäten aufmerksam machte, mit einem glänzenden Satz. Er stellte mit 5,47 Metern nicht nur eine persönliche Bestweite auf, sondern übernahm mit dieser Weite auch überraschend die Führung nach dem ersten Wettbewerb. Mit dieser großartigen Leistung hätte er einen Tag vorher bei den Spezialisten im Weitsprungfinale der M15 vor dem Rotenburger Marius Rode (5,39 m) Rang sieben belegt. Andreas Nimmerfroh erzielte mit 5,22 Metern die zweitbeste Weite und auch Hohmann kam mit 5,15 Metern noch über die begehrte Fünf-Meter-Marke. „Ich merkte beim Absprung noch meine schweren Beine“, sagte der Vize-Hessenmeister und hofft bei den nächsten Wettkämpfen auf Weitsprungweiten von 5,50 Metern und mehr. Nach dem Weitsprungwettbewerb belegte Henri Alter als dritter Melsunger Vertreter mit 4,96 Metern hinter Tobias Kloryczak aus Dauernheim (4,98 m) Rang fünf.
Beim Sprint über 60 Meter pflanzte sich die Tendenz fort, denn die vier in Führung liegenden Schüler setzten sich von der übrigen Konkurrenz ab. Hohmann und Nimmerfroh blieben mit 7,97 Sekunden unter der Acht-Sekunden-Schallmauer und erreichten damit die schnellsten Zeiten. Tobias Kloryczak wurde mit 8,13 Sekunden gestoppt und der bisherige Spitzenreiter Stang benötigte für die 60-Meter-Strecke 8,27 Sekunden. Damit lag er nach zwei Wettbewerben noch knapp vor Nimmerfroh und Hohmann in Führung. Für Alter blieb die elektronische Uhr bei 8,69 Sekunden stehen. Damit war klar, dass es für das Melsunger Allround-Talent fast unmöglich war, noch eine Medaille zu gewinnen. Aber ein Mehrkampf bei den Landesmeisterschaften, wo immer eine gute Besetzung vertreten ist, wird erst mit der letzten Disziplin entschieden. Allerdings blieb Alter im Kugelstoßen mit 8,85 Metern hinter seinen Erwartungen zurück. Da Felix Mundorff aus Königshofen mit 10,31 Metern eine ansprechende Weite erreichte und auch Domenic Möller aus Jügesheim mit 9,13 Metern wertvolle Punkte gutmachte, zogen beide an dem Melsunger vorbei und belegten mit 1.393 und 1.388 Punkten die Plätze fünf und sechs. „Ich hatte mir 9,40 Meter vorgenommen“, sagte Alter und wusste, wo ihm an Ende die Punkte fehlten. Damit fiel der Melsunger auf Rang sieben zurück.
Kloryczak stieß die Vier-Kilo-Kugel auf 8,57 Meter und hatte nach drei Wettbewerben 1.396 Punkte. Stang, der bereits vor dem Kugelstoßen wusste, dass er seine Führung abgeben wird, durfte nur dreißig Zentimeter weniger als der Dauernheimer stoßen, um auf dem Treppchen zu bleiben. Er schaffte schließlich 8,43 Meter und kam auf 1.418 Punkte.
Auch um den ersten Platz war bereits nach dem Stoß von Nimmerfroh alles entschieden, denn seine Kugel landete bei 11,38 Metern. Bei Hohmann hatte man mit einer Elf-Meter-Weite gerechnet, aber er blieb mit 10,33 Meter hinter den Erwartungen zurück. „Bei den Landes-Mehrkampfmeisterschaften in Baunatal und vor allem bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften am 19. September in Berlin möchte ich wieder bei der Siegerehrung ganz oben stehen“, sagte der deutsche B-Schülermeister von Waiblingen. Dass sein Vorhaben kein Traum ist, kann man daran erkennen, dass zu den drei Übungen noch das Schleuderballwerfen und der abschließende 1.000-Meter-Lauf hinzukommen. Und in beiden Wettbewerben ist der Melsunger bereits absolute Spitzenklasse.
Quelle: Alwin J. Wagner (MT Melsungen).
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