München (red) - Ein Junior hat die erste Medaille für Hessen bei der 50. Weltmeisterschaft im Sportschießen auf der Olympiaanlage Hochbrück bei München errungen: Aaron Sauter (Foto) aus Beerfelden. Der auf nationaler Ebene für Falken-Gesäß und Mengerskirchen startende 19-jährige Schüler belegte mit dem deutschen Nationalteam der Sportpistolen-Junioren den Silberrang mit 1702 Ringen. Von den neun gestarteten Mannschaften war nur der neue Weltmeister China mit 1716 Ringen besser. Dritter wurde die Schweiz mit 1701 Ringen. Zum deutschen Teamergebnis steuerte Aaron Sauter 566 Ringe bei, die ihm im Einzel den 15. Rang einbrachten.
Zu diesem Wettbewerb berichtete der DSB: „Eine Silbermedaille gab es für den Deutschen Schützenbund in der nichtolympischen Disziplin Sportpistole der Junioren. Andreas und Michael Heise (beide Wiggensbach) sowie Aaron Sauter (Beerfelden) kamen hinter dem neuen Weltmeister China (1716 Ringe) mit 1702 Zählern auf den zweiten Rang. Die Bronzemedaille gewannen in diesem Wettbewerb die jungen Schützen aus der Schweiz (1701 Ringe). Einzelweltmeister wurde Florian Fouquet (Frankreich) mit 581 Ringen vor Zhiguo Zhou (China), der mit 580 Zählern Zweiter wurde. Den dritten Rang belegte Alexander Alifirenko (Russland) mit 578 Ringen. Andreas Heise war mit dem achten Platz und 570 Ringen bester deutscher Einzelschütze. Aaron Sauter und Michael Heise belegten mit jeweils 566 Ringen die Plätze 15 und 17."
Luftgewehr der Juniorinnen: Jaqueline Orth beste Deutsche
Im Luftgewehrwettbewerb der Juniorinnen waren die deutschen Teilnehmer von den Medaillen ein Stück entfernt. Jaqueline Orth (Niederaula) belegte mit 394 Ringen den 24. Platz, Maren Prediger (Petersaurach) kam mit 393 Ringen auf den 27. und Anne Becker (Leun) mit 388 auf den 72. Platz. Junioren-Weltmeisterin wurde Manchulika Manakit (Thailand) mit 397 Ringen und 34 Innenzehnern vor der ringgleichen Eunjeong Bae (Südkorea) mit 31 Innenzehnern. Dritte wurde Lijie Dong (China) mit 396 Ringen. Südkorea gewann den Mannschaftstitel mit 1185 Ringen vor Österreich mit 1182 und Thailand mit 1181. Die deutschen Juniorinnen belegten mit 1175 Ringen den neunten Rang.
Luftgewehr der Junioren: Um drei Ringe an Bronze vorbei
Bei den Junioren war Michael Janker (Hofstetten) mit 590 Ringen auf dem 14. Rang bester Deutscher. Stefan Reichhuber (München) und Lars Walker (Neu-Anspach) kamen mit jeweils 589 Ringen auf die Plätze 18 und 19. Das deutsche Team verpasste mit 1768 Ringen nur um drei Zähler als Vierter die Bronzemedaille. Neuer Junioren-Weltmeister im Einzel wurde Sergei Kasper mit 595 Ringen vor seinem Mannschaftskollegen Serhi Kulisch (beide Ukraine) mit 594. Die Bronzemedaille sicherte sich Alexander Driagin (Russland) mit 593 Ringen. Mannschaftsweltmeister wurde China mit 1774 Ringen - neuer Junioren-Weltrekord – vor der Ukraine mit 1772 und Russland mit 1771.
Laufende Scheibe der Frauen: Knapp an einer Medaille vor
Vierter wurde im Wettbewerb Laufende Scheibe der Frauen das deutsche Team mit 1094 Ringen. China gewann die Konkurrenz vor 1136 Ringen vor Russland mit 1110 und der Ukraine mit 1101. Dazu ein DSB-Bericht: „Bei den Frauen gab es wie bei den Männern ein Medal-Match (Finale der besten Vier) um die Medaillen. Xue Yan Li (China) siegte im Finale um Gold mit 6:2 gegen ihre Mannschaftskollegin Li Li Zhao. Im kleinen Finale um Bronze setzte sich Irina Izmalkowa (Russland) mit 6:1 gegen Natalja Gurowa (Kasachstan) durch. Anne Weigel (Düren) belegte mit 367 Ringen den achten Platz und war damit beste deutsche Teilnehmerin in diesem Wettkampf. Silke Abramovic (Braunschweig) kam mit 365 Zählern auf Rang zehn und Daniela Faust (Frankfurt am Main) komplettierte das deutsche Team mit 362 Ringen auf dem 13. Einzelrang."
Liegendwettkampf der Männer: Zwei Hessen im deutschen Team
Den Mannschaftstitel gewann die USA mit 1791 Ringen und 117 Innenzehnern vor der ringgleichen russischen Mannschaft mit 112 Innenzehnern. Das deutsche Team mit Daniel Brodmeier (Niederlauterbach/593 Ringe), Henri Junghänel (Breuberg/592) und Julian Justus (Homberg/Ohm/596) kam mit 1781 Ringen auf Platz acht.
Im Einzelwettbewerb konnte sich kein deutscher Starter für das Finale der besten Acht qualifizieren. Daniel Brodmeier kam mit 596 Ringen und 43 Innenzehnern auf den 17. Platz. Mit dem gleichen Ergebnis, aber nur 38 Innenzehnern, belegte Julian Justus den 26. Rang. Henri Junghänel wurde 31. mit 595 Ringen.
Bundestrainer Claus-Dieter Roth zum Ergebnis der Deutschen: „Was die jungen Sportler hier geschossen haben, war absolut in Ordnung. Das Niveau in diesem Wettbewerb war extrem hoch."
Im Finale setzte sich der erfahrene Sergej Martinow (Weißrussland), der bereits fünf Mal den Weltrekord einstellt hat, mit insgesamt 703,9 Ringen (Qualifikation 599/Finale 104,9) vor Valerian Sauveplane (Frankreich) mit 703,8 (Qualifikation 599/Finale 104,8) und Matthew Emmons (USA) mit 702,2 (Qualifikation 598/Finale 104,2) durch.
Freigewehr der Männer: Finale ohne Julian Justus
Peter Sidi (Ungarn), den deutschen Schießsportanhängern aus der Bundesliga bestens bekannt, gewann den Wettbewerb Freigewehr-Dreistellung mit 1275,6 Ringen (Qualifikation 1178/Finale 97,6) vor Jinseop Han (Südkorea) mit 1274,2 (Qualifikation 1176/Finale 98,2) auf dem Silber- und Nemanja Mirosavljev (Serbien) mit 1273,3 (Qualifikation 1174/Finale 99,3) auf dem Bronzerang. Deutsche Schützen drangen nicht ins Finale vor. Maik Eckhardt (Dortmund) und Daniel Brodmeier (Niederlauterbach) kamen mit 1170 Ringen auf die Ränge 14 und 15. Julian Justus (Homberg/Ohm) belegte mit einem Ring weniger den 20. Platz. Julian Justus nach seinem Wettkampf: „Der Druck ist allgegenwärtig. Aber heute lastete er nicht so auf uns, da wir in dieser Disziplin schon ewig keine WM-Medaille gewonnen hatten. Und unser Mannschaftsergebnis vom Vortag konnte sich mit Platz fünf auch sehen lassen. Es war nur haarscharf vorbei."
Den Teamwettbewerb hatte Russland mit 3504 Ringen vor Norwegen (3501 Ringe) und der Ukraine (3500 Ringe) gewonnen. Die deutsche Mannschaft belegte mit 3498 Ringen den fünften Platz.
Freigewehr der Junioren: Lars Walker auf Rang 48
Kim Andre Lund (Norwegen) heißt der neue Weltmeister bei den Junioren. Der Skandinavier setzte sich mit 1166 Ringen gegen die gesamte Konkurrenz durch. Illia Scharheika (Weißrussland) gewann die Silbermedaille mit 1165 Ringen und 59 Innenzehern vor Serhi Kulisch (Ukraine) mit 1165 und 51. Mit 1149 Ringen und Platz 30 war Michael Janker (Hofstetten) bester deutscher Junior. Sebastian Drawert (Sassanfahrt) kam mit 1146 Ringen auf den 36. Platz und Lars Walker (Neu-Anspach) belegte mit 1137 Ringen den 48. Rang.
Junioren-Weltmeister mit der Mannschaft wurde China mit dem neuen Weltrekord von 3478 Ringen vor der Schweiz (3469 Ringe) und Österreich (3458 Ringe). Die deutschen Junioren belegten mit 3443 Ringen den siebten Platz.
Sportpistole der Juniorinnen: Bestleistungen der hessischen Starterinnen
Persönliche Bestleistungen erzielten mit der Sportpistole die hessischen Juniorinnen Carina Windhorst (Ba

d Nauheim) mit 572 und Magdalena Wolf (Mengerskirchen) mit 569 Ringen. Diese beiden positiven Resultate bedeuteten die Einzelränge sechs und zehn. Carolin Schiller (Germering) kam mit 539 Ringen auf den 45. Platz.
Olga Nikulina (Russland) siegte mit 578 Ringen vor Sara Babicz (Ungarn) mit 577 und Ekaterina Lewina (Russland) mit 575. Die russischen Mädchen gewannen den Mannschaftstitel mit 1715 Ringen vor Südkorea (1712 Ringe) und China (1699 Ringe). Die deutschen Juniorinnen kamen mit 1680 Ringen auf den fünften Rang.
Quelle und Foto: Herbert Vöckel