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Bundesliga-Tipps.

Frauenfußball

+++ TSV Mardorf aktuell: Erste macht Drei-Tore-Rückstand wett +++
Mardorf - Die Frauenfußball-Mannschaften des TSV Mardorf waren gestern in der Meisterschaft im Einsatz. Hier die Berichte dazu:
 
 
TSV Mardorf I - TSG Fürstenhagen 3:3 (0:3).
 
Im ersten Spiel der neuen Gruppenligasaison zwischen dem TSV Mardorf und Aufsteiger TSG Fürstenhagen erlebten die zahlreichen Zuschauer im "Mosenbergstadion" zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten.

Die Gäste aus HeLi übernahmen nach kurzer Abtastphase komplett das Spielgeschehen auf dem Rasen. Die Heimelf kam überhaupt nicht in die Zweikämpfe, spielte pomadig und ohne jeglichen Mumm einen katastrophalen Fußball. Die TSG ließ den Ball gut laufen und stand defensiv sehr sicher, kam aber nicht zu zwingenden Torgelegenheiten. Erst ein Blackout in der TSV-Defensive gestattete die Führung. Nach einem Eckball gab es einige Slapstick-Aktionen im Strafraum, was darin mündete, dass Sabrina Reuss unbedrängt zum 0:1 abstauben konnte (21.). Nur sechs Minuten später senkte sich ein eher harmloser 30-Meter-Freistoß von Isabell Vieira über die schlecht positionierte Torfrau Sandra Biele zum 0:2 in die Maschen (27.). Nach einer halben Stunde dann schien die Partie entschieden zu sein. Reuss konnte dank Untätigkeit ihrer Gegenspielerin Antonia Freund per Drehschuss aus 18 Metern zum 0:3 erhöhen (30.). Auch dieser Treffer war nicht ganz unhaltbar. Die Gastgeberinnen hatten anschließend ihre beste Möglichkeit durch Stefanie Viehmann, doch TSG-Rückhalt Alana Christl verhinderte ein Gegentor mit einer Glanztat (32.).
 
Nach einer indiskutablen ersten Hälfte verabschiedeten sich die TSV-Kickerinnen in die Kabine. Aussagen von Ohrenzeugen lassen vermuten, dass es dort nicht gerade ruhig zuging und Trainer Christian Kunz die passenden Worte gefunden haben muss. Denn, was seine Spielerinnen im zweiten Durchgang boten, sollte eine der besten Halbzeiten der letzten Jahre werden. Von Beginn an stand eine Mannschaft mit komplett veränderter Körpersprache auf dem Feld. Jeder Zweikampf, jeder Lauf, jeder Pass wurde mit unbändigen Willen ausgeführt. Fürstenhagen zeigte sich beeindruckt und begann Fehler zu machen, die innerhalb von acht Minuten bitterböse bestraft wurden. Zunächst fand Jasmin Neidel mit einem zentimetergenauen Steilpass Viehmann, die zum 1:3 vollendete (55.). Vier Minuten später wurde Yasmin Höse im Anschluss an einem Eckball im TSG-Strafraum gefoult. Den fälligen Strafstoß schoss Neidel unhaltbar zum 2:3-Anschlusstreffer ein (59.). Jetzt drehte sich die Partie völlig. Wieder nur vier Zeigerumdrehungen nach dem Anschluss drang Viehmann in den Strafraum ein und wurde unsanft von TSG-Libera Angelique Störmer von den Beinen geholt. Wieder zeigte der sehr gut leitende Schiedsrichter Hagen Dietz aus Melsungen auf den Punkt. Neidel trat erneut an und verwandelte souverän zum 3:3 (63.). Die Gäste wirkten geschockt und brachten offensiv nichts mehr zu Stande. Mardorfs Mittelfeld um Lena Otto, Kim Engelhardt, Freund und Annika Boller beherrschte nun die Partie und die Abwehr um Pia Butterweck, Aline Mentel und Denise Schnatz meldete die TSG-Offensive völlig ab. Obendrein drehte Neidel nach ihren beiden Toren mächtig auf. Immer wieder wurden die Stürmerinnen Mareike Recke und Viehmann geschickt eingesetzt. Recke bekam die große Chance zur Führung als sie aus guter Position nur den Außenpfosten traf (67.). Antonia Freund hatte als nächste die Führung auf dem Fuß, doch nach tollem Solo schoss sie direkt in die Hände von Christl (72.). Die Kunz-Schützlinge spielten sich in einen wahren Rausch, öffneten aber oft zu sehr die Defensive. So war es TSG-Torjägerin Sarah Kupfer, die beinahe die überraschende Gästeführung herbei schoss. Doch mit vereinten Kräften bekam man den Ball aus der Gefahrenzone (78.).
 
Die Schlussphase sollte an Spannung kaum zu überbieten sein. Neidel setzte einen 25-Meter-Freistoß nur an die Querlatte (82.) und Viehmann schoss den Ball Zentimeter am Pfosten vorbei (89.). In der sechsten Minute der Nachspielzeit bekam der Gast einen letzten Eckball. Über Umwege kam der Ball zu Reuss am Fünfmeterraum, aber ihr Kopfball senkte sich nur auf die Latte des TSV-Kastens. Wenige Sekunden später beendete Dietz eine intensive und emotional wechselhafte Partie.

"Was meine Mädels in der zweiten Halbzeit zeigten, ringt mir großen Respekt ab. Nach einer mannschaftlich desolaten ersten Halbzeit noch einmal den Hintern so hoch zu bekommen und einen drei-Tore-Rückstand fast noch in einen Sieg zu drehen, zeugt von einer tollen Moral. Dennoch darf sich eine Leistung wie im ersten Durchgang so nicht wiederholen. Darüber muss gesprochen werden.", sagte Mardorfs Coach Kunz sichtlich gezeichnet nach diesem nervenaufreibenden Duell an seinem 36. Geburtstag.

Aufstellung TSV: Sandra Biele - Pia Butterweck - Yasmin Höse (ab 59. Denise Schnatz), Aline Mentel - Lena Otto, Antonia Freund, Annika Boller (ab 85. Christina Kreuzer), Kim Engelhardt, Jasmin Neidel - Stefanie Viehmann, Mareike Recke.
 

TSV Mardorf II - TSV Odershausen 0:9 (0:7).

Im zweiten Spiel der Saison stießen die TSV-Kickerinnen gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Odershausen erstmals an ihre Grenzen. Gegen das Offensivfeuerwerk der Gäste im ersten Durchgang stand man fast immer auf verlorenen Posten. Auch Torfrau Lea Aschenbrenner erwischte in ihrem ersten Pflichtspieleinsatz bei den Frauen eine gebrauchte Anfangsphase. Beim 0:1 von Dania Haupt (6.) war sich noch chancenlos, doch die drei folgenden Treffer muss sie auf ihre Kappe nehmen. Wiederum Haupt (8.), Svenja Keultjes (10.) aus 50 Metern (!) und Mara Kleinert (13.) schraubten das Ergebnis auf 0:4. Jetzt fing sich die Heimelf allmählich und auch Aschenbrenner legte ihre Nervosität ab und wurde zu einem starken Rückhalt. Lena Preuß besaß die große Möglichkeit zum 1:4, doch zunächst scheiterte sie an Anna Lena Schestag und setzte den Nachschuss über den Kasten (18.). Anschließend übernahmen die Gäste wieder das Kommando und legten bis zur Pause noch drei Treffer nach. Zunächst traf wieder Kleinert (21.), dann schoss die Ex-Caldenerin Lara Korndörfer zum 0:6 ein (27.). Kurz vor dem Seitenwechsel stellte Kora Haupt den Halbzeitstand von 0:7 her (44.).
 
Im zweiten Durchgang fanden die Platzfrauen dann defensiv ein Mittel gegen die starke Gästeoffensive und konnten auch offensiv den ein oder anderen Nadelstich setzen, leider ohne das erhoffte und verdiente Ehrentor zu erzielen. Die größte Chance besaß Lisa Bartl nach einem schönen Pass von Theresa Nickel, doch Schestag war Endstation (84.). Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste aber nochmals zweimal den Weg zum Torerfolg gefunden. Kora Haupt netzte in der 75. und 79. Minute zum finalen Ergebnis von 0:9 für den Tabellenführer ein.
 
Trotz diese Niederlage sollte man aber im Mardorfer Lager nicht die Köpfe hängen lassen, sondern sich an der teilweise sehr guten Defensivleistung der zweiten Halbzeit hochziehen.

Kader Mardorf: Lea Aschenbrenner, Jacqueline Dörrbecker, Lisa Heßler, Dörthe Koch, Meike Falk, Annika Genuit, Katharina Kling, Theresa Nickel, Franziska Roth, Lisa Bartl, Lena Preuß, Lisa Frede, Doreen Kempa und Sophie Fröhlich.
 

von Christian Kunz
 
 
 

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