Hessen - Bereits am 30. November 2023 schickte Klassenleiter Robert Neubauer die Akteure der Hessenliga frühzeitig in die Winterpause – Grund dafür waren die Witterungsbedingungen, welche ganz Fußballhessen lahmlegten. Somit konnten die letzten zwei Spieltage nicht ausgespielt werden. Auch das Hanau-Derby, das bereits auf den 10. Dezember verlegt worden war, musste notgedrungen ausfallen. Eine frühzeitige Winterpause bedeutet im Fall der Hessenliga im Umkehrschluss, dass bereits Mitte Februar der Ball hessenweit wieder rollen soll.

Den Auftakt machen zwei Sorgenkinder der Liga: Viktoria Griesheim und der 1. FC Erlensee. Anstoß der Partie – und somit der Rückrunde – ist am Samstag, 17. Februar um 14:00 Uhr am Griesheimer Hegelsberg. Somit sind die Scheinwerfer am dritten Februar-Wochenende ausschließlich auf diese Begegnung gerichtet, da die anderen Vereine erst am folgenden Wochenende im Einsatz sind.

Am 24. Februar kommt es dann zum Aufeinandertreffen der Liga-Giganten Türk Gücü Friedberg und KSV Baunatal, die aktuell punktgleich den ersten Tabellenplatz belegen. TG geht als Herbstmeister in die Rückrunde und möchte die noch etwas dürftige Heimbilanz (4 Siege - 3 Unentschieden – 2 Niederlagen) gegen die direkte Konkurrenz verbessern und den ersten Rang verteidigen.

Sanktionen für Friedberg und Hanau 1960

Der Hessische Fußball-Verband e.V. hat für die Saison 2022/23 wieder die Voraussetzungen des §27 Spielordnung (Unterbau) bei allen Vereinen der Verbandsebene überprüft. Dabei wurden für die Hessenliga Türk Gücü Friedberg und der Hanauer Sport Club 1960 mit einem Abzug von drei Punkten sanktioniert.

Mehr Informationen zu den Sanktionen gibt es hier.

Diese Abstrafung hat einen Einfluss auf den anstehenden Aufstiegskampf, da beide sanktionierte Vereine oben mitspielen. Konkret: Mit dem Abzug verliert Türk Gücü die Tabellenführung an Baunatal; für den HSC bedeutet die Abstrafung einen Sturz auf Platz sieben. Davon profitieren könnte die unmittelbare Konkurrenz, bestehend aus Baunatal, Gießen, Bayern Alzenau, Hünfeld und Eddersheim.

Hinrunde: Aufsteiger glänzen; Gießener Abwehrbollwerk als Erfolgsgarant

Die Hinrunde bot den Hessenliga-Begeisterten nicht nur sehenswerte Begegnungen (TSV Eintracht Stadtallendorf – KSV Baunatal 6:0, SC 1960 Hanau – Türk Gücü Friedberg 0:5, FSV Fernwald – Türk Gücü Friedberg 4:6 oder TuS Dietkirchen – Bayern Alzenau 3:1) und wunderschöne Tore (Michael Finks und Ahmet Dogans jeweilige Fallrückzieher oder Robin Böchers Volley-Abnahme), sondern auch interessante Statistiken mit viel Aussagekraft.

Darüber hinaus, dass Jemal Kassa (Hünfelder SV) mit 16 Treffern die Torjägerliste anführt, stellt der FC Gießen mit 18 Gegentoren mit Abstand die beste Defensive der Liga. TG Friedberg, angeführt von den Torjäger-Routiniers Toni Reljic (15) und Noah Michel (14), erzielte insgesamt 58 Tore. Mehr als alle anderen Vereine der Hessenliga.

Besonders aussagekräftig ist die Anzahl der herausgespielten Torchancen. Die Bayern sind demnach die Konterkönige der Liga: Insgesamt 70 Großchancen durch Konter erarbeitete sich die Barletta-Elf, das ist Ligahöchstwert. Dabei nutzt der FCB die Schnelligkeit seiner Goalgetter Giuseppe Signorelli (15) und Lukas Fecher (14) aus. Der FC Gießen erarbeitet sich hingegen die meisten Torchancen, insgesamt 229, dicht gefolgt von Friedberg mit 225.

Die Aufsteiger VfB Marburg, Hünfelder SV und SC 1960 Hanau konnten in der Hinrunde auf ihre eigene Art und Weise glänzen. Besonders auffällig waren die Neulinge vom Hanauer Sportclub, die von 18 Partien elf für sich entscheiden konnten. Auch Hünfeld zeichnete sich u.a. dank seiner Offensivreihe, welche mit 45 Toren den zweitbesten Angriff der Liga stellt, aus. Auch der VfB Marburg schlägt sich bisher wacker, hat 22 Zähler auf dem Konto, gleichbedeutend mit Tabellenplatz elf.

Alle Tore der Rückrunde gibt es wie gewohnt als Torshow (Facebook, YouTube) und als Einzelspiele (Instagram). Zudem weitere spannende Inhalte, wie die Bude des Monats, das Tor des Tages und Abstimmungen in der Hessenliga-App.