Schwalm-Eder - Die Sommerpause war diesmal nicht so lang wie sonst die Jahre, dennoch dürfte die Vorfreude auf die neue Spielzeit groß sein. Am morgigen Freitag finden die ersten drei Partien der Spielzeit 2022/23 statt, zwei davon in der Fußball-Gruppenliga, eine in der Kreisoberliga. Dies sind auch die Klassen, neben der Verbandsliga und der Kreisliga B4, für die am Wochenende der Ernst des Lebens wieder von Neuem beginnt. Die A- und B-Ligen greifen erst in einer Woche ins Spielgeschehen ein.

Wie zu jeder Saison hat es auch heuer einige Änderungen gegeben. Seien es kleine Regelanpassungen, die Rückkehr zur Relegation oder ganz einfach die veränderten Zusammensetzungen der einzelnen Ligen.

Wir haben uns alle Klassen angeschaut, alles Wissenswerte aufgeführt, haben versucht, einen kleinen Ausblick zu wagen, wer diesmal "vorne" dabei sein könnte und wer den Blick eher nach unten richten muss.

Hessensport24 wünscht allen Spielern eine verletzungsfreie Saison, allen Beteiligten wie Spielern, Trainern, Vereinsverantwortlichen und Fans ein möglichst gesundes Jahr ohne Krankheiten wie Corona.

Unseren Schiedsrichtern wünschen wir ein glückliches Händchen und nachsichtige Spieler, Trainer und Zuschauer, wenn es mal umstrittene Entscheidungen gibt!


Wichtige Infos zu den einzelnen Ligen:

Verbandsliga Nord:

Kehrt vom KSV Bauntal zum TSV Wabern zurück: Torhüter Kim Sippel. (Foto: Heinz Trollhagen)Das neue Aushängeschild des Fußball-Kreises Schwalm-Eder ist der TSV Wabern. Die Reiherwälder lösen damit die FSG Gudensberg ab, die nach zwei Spielzeiten zurück in die Gruppenliga muss. In Fachkreisen heißt es, dass der Sprung von der Gruppenliga zur Verbandsliga der größte ist, und so wird es auch für die Truppe um Torjäger Fabian Korell schwer, die Klasse zu halten. Nichts anderes wird das Ziel sein für den Aufsteiger.

Auf dem Transfermarkt hat man nichts Wildes veranstaltet, das Trainerduo Patrick Herpe und Mario Völker vertraut dem Aufstiegskader, hat diesen lediglich punktuell verstärkt.

- Der Meister steigt auf.

- Der Tabellenzweite spielt eine Relegation mit dem Vertreter der Hessenliga sowie den Zweiten der VL Süd und Mitte.

- Das Team vor den Abstiegsrängen spielt eine Relegation mit den Zweiten der GL Kassel Gruppe 1, GL Kassel Gruppe 2 und GL Fulda.

- Die Richtzahl ist 17, dementsprechend gestaltet sich die Anzahl der Absteiger.

- Die Hinrunde startet am 07.08.2022 und endet am 20.11.2022.

- Der letzte Spieltag ist für den 04. Juni 2023 angesetzt.


Gruppenliga Kassel Gruppe 1:

Die Gruppenliga Kassel Gruppe 1 tritt mit leicht verändertem Gesicht auf und im Gegensatz zum Vorjahr nur noch mit 16 Mannschaften.

Eines der neuen Gesichter an der Seitenlinie: Brunslar/Wolfershausen-Trainer Daniel Döring. (Foto: Heinz Trollhagen)Die FSG Gudensberg ist aus der Verbandsliga neu dazugekommen, von der GL Kassel Gruppe 2 wurde der FSV Wolfhagen in die GL 1 versetzt und als Aufsteiger sind der TSV Korbach, der TSV Besse und die SG Schauenburg neu dabei.

Der Top-Favorit auf den Aufstieg dürfte der GSV Eintracht Baunatal sein. Die Elf von Trainerfuchs Friedhelm Janusch hat sich enorm verstärkt und wird nur sehr schwer zu schlagen sein. Dahinter sehen Experten den FSV Wolfhagen. Insider vermuten, dass der Vorjahresdritte der GL Kassel Gruppe 2 den Weg über die GL 1 versucht, um so in die Verbandsliga zu kommen. Mit Baunatal hat man da aber schon mal einen großen Widersacher. Ein weiterer dürfte Gudensberg sein. Zwar hat die FSG einige sehr gute Spieler abgeben müssen, aber auch viel Qualität dazu gewonnen.

Hinter den Top-Drei könnte sich ein breitgefächertes Mittelfeld auftun. Brunslar/Wolfershausen, Edermünde, Neuental-Jesberg, Mengsberg und Besse haben allesamt nicht nur neues Personal auf dem Rasen, sondern auch einen neuen Übungsleiter an der Seitenlinie. Es wird spannend zu sehen sein, wie schnell das harmoniert.

Schwalmstadt und Homberg haben ihren Coach behalten und einen Großteil der Spieler. Beiden Mannschaften ist eine gute Rolle zu zutrauen.

Der Melsunger FV musste die GL 1 verlassen. Wir wünschen den Bartenwetzern mit ihrem neuen Trainer Sascha Beetz alles Gute in der GL 2.

- Der Meister steigt auf.

- Der Tabellenzweite spielt eine Relegation mit dem Vertreter der Verbandsliga sowie den Zweiten der GL Kassel Gruppe 2 und GL Fulda.

- Abstiegsrelegation gibt es keine.

- Die Richtzahl ist 32 für beide Klassen, dementsprechend gestaltet sich die Anzahl der Absteiger.

- Die Hinrunde startet am 05.08.2022 und endet am 13.11.2022.

- Der letzte Spieltag ist für den 03. Juni 2023 angesetzt.


Kreisoberliga:

Bei einem bekannten Sportsender heißt es vor jeder Saison: "Das wird die spannendste und beste Spielzeit aller Zeiten“, jedes Jahr. Und auch wir kommen nicht umher zu sagen, die Kreisoberliga Schwalm-Eder steht vor einer erneut prächtigen Serie, vielleicht der besten seit vielen Jahren. Ob sie am Ende auch so spannend wird, das werden die kommenden Wochen und Monaten zeigen.

Einst gefürchteter Angreifer, nun Trainer in Schwarzenborn: Maik Schmitt kommt von den Junioren des 1. FC Schwalmstadt in die Knüllstadt und soll helfen, den TSV in ruhigem Fahrwasser zu halten. (Foto: Katrin Krause)Dennoch kann man davon ausgehen, dass alle Teams eine Schippe drauflegen müssen, wollen sie die Vorjahresplatzierung zumindest wiederholen, denn die Liga ist sportlich um einiges stärker geworden - jedenfalls auf dem Papier.

Da wären die drei Absteiger FC Körle 69, FV FeLoNi und SG KiLoHa, die zwar einiges an Personal verloren haben, aber mit der Erfahrung von vielen Jahren Gruppenliga im Rücken erst mal geschlagen werden müssen. Obermelsungen, Neukirchen/Röllshausen und Wabern II sind motiviert und willens genug, den Neuankömmlingen von oben die Stirn zu bieten. Ohetal/Frielendorf hat sich mit Ali Jammal verstärkt und "will" unter die ersten Fünf. Wären schon sieben Mannschaften, die das Zeug haben, um die beiden Aufstiegsplätze zu spielen.

Nicht ganz so hohe Ansprüche hat man bei der SpVgg Zella/Loshausen, der SG Englis/K./A. und der SG Uttershausen/Lendorf, aber eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte ist ja auch aller Ehren wert und die Top-Acts hier und da ärgern, dafür reicht es allemal.

Der TSV Schwarzenborn, die SG Immichenhain/Ottrau und der FC Domstadt Fritzlar eint alle, dass sie wichtige Spieler verloren haben und auch die Position des Übungsleiters neu besetzen mussten. Alle drei stehen vor einer schwierigen Saison.

Die SG Antrefftal/Wasenberg möchte nicht noch mal bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern müssen. Mit neuem Trainer Sven Mamerow und vielversprechenden Neuzugängen könnte das Vorhaben klappen.

Blieben die beiden Aufsteiger, die, so viel kann man jetzt schon prophezeien, den etablierten Teams in der Kreisoberliga das Leben mehr als schwer machen werden. Schrecksbach und Guxhagen haben beide die sportliche Klasse, eine sehr gute Rolle in der KOL Schwalm-Eder einzunehmen. Für wie weit es reichen wird, hängt auch von einem guten Saisonstart ab. Sonntag ist es so weit.

- Der Meister steigt auf.

- Wie in früheren Zeiten wird eine Aufstiegsrunde zwischen den fünf Zweitplatzierten der nordhessischen Kreisoberligen ausgespielt (Werra-Meißner, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Hofgeismar/Wolfhagen, Kassel). In der Regel steigt der Erste auf.

Die Termine werden Sonntag, der 04. Juni, Mittwoch, der 07. Juni, Sonntag, der 11. Juni, Mittwoch, der 14. Juni und Sonntag, der 18. Juni sein.

- Das Team vor den Abstiegsrängen spielt eine Relegation mit den Zweiten der Kreisliga A1 und A2.

- Die Richtzahl ist 16, dementsprechend gestaltet sich die Anzahl der Absteiger.

- Die Hinrunde startet am 05.08.2022 und endet am 13.11.2022. Das Wochenende 19./20.11. ist für Nachholspiele vorgesehen.

- Am 19./21.08. und am 01./03.10. ist ein Doppelspieltag vorgesehen.

- Der letzte Spieltag ist für Pfingstmontag, den 29. Mai 2023 angesetzt.