Braunschweig - Das erste Rennen der Braunschweiger Cross-Serie war für die Fahrerinnen und Fahrer der Zweirad-Gemeinschaft Kassel außerordentlich erfolgreich. Mit einem Sieg in der Elite-Klasse der Männer, einem dritten Platz bei der Frauen-Eliteklasse und einem weiteren dritten Platz in der U19 räumten die Crossspezialisten aus Kassel mächtig ab.

Das Wetter versprach perfekte Cyclocross-Bedingungen: Dauerregen und knöcheltiefer Schlamm machten die Strecke in Braunschweig-Lehndorf zu einer echten Herausforderung.

Erster Starter für die Zweirad-Gemeinschaft Kassel war Niklas Meyerrose in der U17. Seine ideale Platzierung direkt nach Start büßte er bereits in der ersten Schikane ein. Der Matsch ließ das Vorderrad rutschen und er stürzte; ein Kettenabwurf kam dazu. So war schnell eine Lücke zu dem Führungstrio aufgerissen, die er nicht mehr zufahren konnte. Am Ende ein guter vierter Platz.

In der U19 war für Joshua Vialon (Foto) in seinem ersten Rennen in dieser Altersklasse die Ausgangslage eindeutig: Zu schnell würden die späteren ersten beiden Fahrer aus Göttingen und Braunschweig sein. Mit großer Motivation arbeitete er sich trotz eines Sturzes auf Rang drei und holte damit den ersten Podiumsplatz für die ZG Kassel an diesem Tag.

Holger Wiegmann hatte im Anschluss in der Klasse Masters 3 eine große Konkurrenz und kam erschöpft am Ende auf einen guten elften Platz.

Die beiden letzten Rennen des Tages standen dann im Zeichen der Elite-Klassen der Frauen und Männer. Jasmin Corso fuhr durch den nun klebrigen Schlamm, der Antrieb, Schaltung und Bremsen belastete, lange Zeit auf Platz fünf. Dann arbeitete sie sich Stück für Stück nach vorn und musste schließlich nur den beiden Spezialistinnen Liv-Susanne Kempendorf aus Bad Salzdetfurth und Stefanie Paul aus Hannover den Vortritt lassen. Das zweite Podium des Tages.

Noch einen Tick besser machte es dann André Hildmann. Er startete bereits mit guten Ergebnissen in die Crosssaison 2023/24 und konnte an diesem Tag seine ganze Klasse zeigen. Während es im Feld durch die äußeren Einflüsse zu technischen Pannen, Rädertausch, Stürzen und permanenten Wechseln auf den Plätzen ging, fuhr Hildmann technisch sauber und mit Taktik. Er ließ Marvin Augustyniak eine halbe Stunde lang den Platz an der Spitze und drehte dann auf. Hildmann überholte ihn und baute den Vorsprung bis ins Ziel Runde um Runde aus. Am Ende ein souveräner Sieg.